konzertbericht beatsteaks gurtenfestival 15.07.2005

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konzertbericht

beatsteaks

gurtenfestival, 15. juli 2005


von punkrock zu pop-punkrock. ersteres trifft normalerweise noch eher auf konzerte zu und auf die ersten alben, letzteres auf das letzte album „smacksmash“. 

da das gurtenprogramm wieder mal mit wenigen highlights gespickt war, war es einfach, sich auf diese zu konzentrieren und nicht irgendwo zu versiffen und die vorgenommenen konzerte zu verpassen. da ich diesen bericht für punkrock.ch schreibe, berichte ich über die beatsteaks und nicht über DEN höhepunkt des abends – prodigy. die beatsteaks rocken live immer, was ich aus foren und eigener erfahrung nur bestätigen kann. auch dieses konzert, welches punkrock-standesgemäss auf der zelt- und nicht auf der hauptbühne stattfand sei „geil“ gewesen, konnte ich danach von einigen leuten hören – nur mich haben sie diesmal nicht richtig überzeugt und ich verliess den gig sogar bevor er zu ende war, um mich den wichtigeren dingen des openairlebens (caipirinha) zu widmen.  

die autogrammstunde der berliner hatte vor dem konzert stattgefunden und wenn man einen fan als representativ für alle anderen herauspicken würde, dann wäre dieser fan weiblich, 16 jahre alt und sommerlich gekleidet – denn immerhin war das wetter super. fällt mir gerade ein passendes lied ein: „sie war 16 und ich 31….und es war sommer!“ ich oute mich hiermit offiziell als freund des guten alten deutschen schlagers. zum konzert: für die meisten konzertbesucher waren die höhepunkte natürlich „let me in“ oder „i don’t care as long as you sing“, was man halt so von vivamtv kennt.  sicher kam zwischendurch auch bei mir ein wenig stimmung auf, aber wäre der farin, welcher am samstag auftrat dabei gewesen und hätte mich gefragt: “wie kannst du bei den beatsteaks ruhig sitzen bleiben, wenn dir doch…“?, (da sind wir wieder beim schlager), dann hätte ich ihm das ziemlich einfach erklären können. nichts gegen die beatsteaks, aber der gurtenauftritt kam weder an den auftritt in der kaserne basel (2003), inkl. stimmproblemen, noch an denjenigen vom southside-festival und auch nicht an den auftritt bei der deconstruction tour in winterthur ran – bei weitem nicht. man darf gespannt verfolgen, wie sich die beatsteaks weiterentwickeln – ich fordere mehr punk, weniger rock und schon gar kein pop. viva-generation - es tut mir leid, ICH bin besonders evil! 

ich mag die beatsteaks immer noch, aber ich mag auch den gurten immer noch, trotz depot, sleeping-zone mit 2-er zelt vorschrift mit radio- und zelthammerverbot, bacardi-dome, rock the block, security, die mir mein zelt einreisst, trotz des fehlens von gurten- bier und gurtenhumpen und trotz des ganzen kommerzscheiss, der in den letzten jahren einzug gehalten hat.

am 21. august spielen sie am gampel festival. eine dvd, die „b-seite“ heissen wird, kommt im oktober raus.

rolf, 16.07.2005















die möglichkeit, seinen senf dazuzugeben, gibt's im


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