konzertbericht me first and the gimme gimmes und nofx, reconstructionfestival 02.09.2005

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konzertbericht

me first and the gimme gimmes
&
nofx

reconstruction festival, bern, 02. september 2005


reconstruction-tour in der reithalle in bern. die gute alte reithalle... ein symbol für die anti-wef-bewegung, die alternative szene berns und auch des punkrocks. hier also, sollte es stattfinden, das konzert der einzigen meiner lieblingspunkrockbands, die ich bisher noch nie live gesehen habe – me first and the gimme gimmes. die allstar punkrocker spielen die abräumer der 60er und 70er und auch aktuelleres – und immer mit der betonung:“we play covers!“ die ironie gefällt, die jungs nehmen sich nicht zu ernst. sie spielen nur covers, aber wie sie diese spielen! aus balladen wie stairway to heaven oder nothing compares to you werden fetzige punkrock-songs, schnell, fröhlich und teilweise einfallsreich neuinterpretiert. meistens geht’s langsam schnulzig los, wie das original und endet dann mit wirbelnden drums, fetzigen gitarren und einem schreienden spike. ziemlich laut ist das konzert und das publikum reagiert auf die partysongs relativ verhalten. warum die stimmung nicht explodierte, kann ich bis heute nicht sagen, vielleicht vermittelten die hawaihemden der kalifornier zu viel hängemattengefühl oder wollten die fans nur nofx sehen? jedenfalls war das konzert ziemlich cool, viele kurze songs, songs die man von den me first...scheiben kennt, aber auch einige covers, die man von denselbigen noch nie gehört hat. dabei zeigten sie wiederholt ihr super gespühr für perlen der pop musik, die verpunkt viel mehr spass machen. nach ca. einer stunde (das ist eines der hauptprobleme der massenabfertigungsveranstaltungen wie der deconstruction- oder eben der reconstruction-tour) ist’s zu ende – endgültig, da eine zugabe nicht vehement gefordert wird und der zeitplan bei diesen fast food punkrock shows eh heilig ist.

man durfte nun frische luft schnappen, was vor 20 uhr nicht möglich war und sich nun hart erkämpft werden musste. die tropische hitze in der halle erweckte das unbändige verlangen nach abkühlung. doch beim ausgang wurde man von der security brüsk gestoppt und im tropfensystem durchgelassen. dies war noch schlimmer als das warten an der zapfsäule, die für die masse an leute viel zu klein war. fertig gemeckert! nach einem schnapp(s)schuss auf dem reithalle areal und vernachlässigen des alkaline trios geht’s zurück ins vergnügen. 

nofx geben sich die ehre. der spass, welcher hauptfaktor bei me first and the gimme gimmes war wurde nun mit (anti-bush)-politik mulitpliziert. fat mike hatte die pause zwischen seinen beiden bands ebenfalls sinnvoll genutzt und begeisterte damit el hefe:“thank you mike for being drunk!“. nofx waren früher überhaupt nicht politisch und sind jetzte eine der politischsten bands unter den bekannten überhaupt. so stimmte man ein we hate americans lied an, ein schweizer lied mit lyrics wie:“in switzerland you have chocolate.....but we have atom bombs.“ oder man protestierte:“give us back our gold.“ highlights waren songs wie kill all the white men, murder the government, dinosaurs will die oder stickin in my eye. aus „don’t call me white“ „don’t call me scheiss“ zu machen, fand ich eine weniger gute idee. aus dem publikum fliegt die aufforderung auf die bühne, die decline zu spielen. diese spielten sie aber schon in kanada und dieses land hat man halt etwas lieber als unseres. aber auch ohne decline brachte nofx die lauwarme zuschauersuppe zum kochen, so dass kein dampfabzug mehr wirkung zeigte. fat mike freute sich, dass es nun endlich abging und wie alle anderen von nofx war er dabei völlig down to earth und symphatisch.
"warum wir uns verweigern? ich will einfach kein rockstar sein, das ist alles."

rolf, 08.09.2005


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